Arbeiten zur Störstellenbeseitigung der Pleiße mit intensiver Kampfmittelsondierung

Kampfmittel-Verdachtsmomente - bislang zivile Metallabfälle gefunden und geborgen

Leipzig. Momentan finden im Baubereich der vorgesehenen Störstellenbeseitigung der Pleiße Arbeiten zur Suche und Bergung von Kampfmittel-Verdachtsmomenten statt. Bei den bislang geborgenen Funden handelte es sich jedoch nicht um Munition. Vielmehr wurde ziviler Schrott wie Fahrräder, Badeöfen und Geldkassetten gefunden.

Die Dauer der gesamten Suche im Baufeld ist derzeit nicht abzuschätzen, da diese abhängig ist von der Größe und Tiefenlage der einzelnen Objekte. In den laufenden engen Abstimmungen zwischen der LMBV und allen weiteren am Vorhaben Beteiligten wird aktuell eine Lösung angestrebt, welche es ermöglicht, ab Mitte Oktober in den ersten Bereichen des Baufeldes mit den vorgesehenen Arbeiten zur Störstellenbeseitigung beginnen zu können.

Für das Baufeld wurden im Vorfeld der Arbeiten Informationen beim Kampfmittelbeseitigungsdienst des Freistaates Sachsen (KMBD) eingeholt, inwieweit mit einer Gefahr durch Kampfmittel im Baufeld zu rechnen sei. Die dahingehenden Aussagen ließen keine Belastung mit derartigen Fundstücken erwarten. Aus Sicherheits- und Vorsorgegründen wurde das Baufeld vor Beginn der eigentlichen Nassbaggerarbeiten dennoch mittels eines geomagnetischen Verfahrens untersucht. Die daraus resultierenden Messergebnisse ergaben im Widerspruch zu den ursprünglichen Annahmen aber eine Vielzahl sogenannter Verdachtsmomente im Gewässer und den angrenzenden Uferbereichen.

Damit konnte der Beginn der Nassbaggerarbeiten im Gewässer zum geplanten Termin 1. August 2017 aus nachvollziehbaren Gründen der Gefährdungsvermeidung nicht eingehalten werden. Die derzeitigen Arbeiten zur Suche und Bergung dieser gemessenen Objekte erfolgt unter der Kontrolle und Regie des Freistaates Sachsen (KMBD) und wird in dessen Auftrag durch die Firma Schollenberger Kampfmittelbergung ausgeführt. Die Suche und Bergung erfolgt einerseits durch Einsatz von Tauchern bei Messpunkten im Wasser, andererseits durch eine weitere Suchgruppe für die landseitigen Objekte.

Quelle Text und Bild LMBV